Der Notar übt ein öffentliches Amt aus und erarbeitet eine passende Lösung für jeden Einzelfall. Zu den Tätigkeiten des Notars gehören unter anderem die Beurkundung von:

 

  • Kaufverträgen über Immobilien
  • Einzeltestamenten, gemeinschaftlichen Testamenten, Erbverträgen sowie Verträgen über die vorweggenommene Erbfolge
  • Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen
  • Erbscheinen, Erbauseinandersetzungen, Erbausschlagungen
  • Firmengründungen (zum Beispiel Einzelfirma, GmbH, GmbH & Co. KG, OHG)
  • Vereinsregisterangelegenheiten

 

Anmerkung zu Punkt 2

Der Vorteil eines notariellen Testamentes gegenüber einem handschriftlichen Testament des Erblassers besteht zum einen in der kompetenten Beratung des Notars und in der Tatsache, dass bei einem notariellen Testament nach dem Tode regelmäßig ein gerichtlicher Erbschein nicht erforderlich ist. Der Erbe ist nach Eröffnung des notariellen Testamentes voll handlungsfähig. Der Erbe kann sofort über Immobilien und sonstiges Vermögen des Erblassers verfügen und muss nicht längere Zeit auf einen gerichtlichen Erbschein warten. Handschriftliche Testamente von Erblassern weisen häufig Fehler auf, die ein notarielles Testament vermeidet.

 

Ein Erbvertrag bedarf schon nach dem Gesetz zwingend einer notariellen Beurkundung. Bei Partnern einer eheähnlichen Gemeinschaft empfiehlt sich die Beurkundung eines Erbvertrages, da das gemeinschaftliche Testament nach dem Gesetz nur von Eheleuten errichtet werden kann. In geeigneten Fällen empfiehlt der Notar, das Vermögen ganz oder teilweise schon zu Lebzeiten auf Kinder und Abkömmlinge zu übertragen, um dieses Vermögen für die Nachkommen zu sichern und/oder gegebenenfalls auch steuerliche Freibeträge auszuschöpfen.